Erlebnisberichte

Hier finden sich Erfahrungsberichte unserer Teammitglieder von Veranstaltungen an denen sie teilgenommen haben.

Superbe L `Ardechoise 2013

Im Frühjahr 2012 entstand in unserem Internetforum ein Thread mit dem Titel Ardechoise. Von der Ardeche, einem Gebirgsfluss, hatte ich schonmal gehört, die Ardechoise war mir völlig unbekannt. Die Homepage der Veranstaltung sah vielversprechend aus, doch für das Jahr 2012 waren alle Messen gesungen. Ich beschloss, die Veranstaltung für das Jahr 2013 auf die Radsportfahne zu schreiben.

Zunächst galt es, ein paar Mitstreiter zu finden. Auf den Aufruf im Forum meldeten sich alsbald 2 Interessenten, Micha und Stefan. Also sollten wir die Reise zu dritt machen. Die Vorfreude war groß. Im April meldeten wir uns verbindlich an. Die Startgebühren sind moderat, 57€ wenn man sich beizeiten entscheidet, 10€ sind Pfand für den Transponder und man bekommt sie zurück, wenn man den Transponder abgibt. Als Souvenir gibt’s eine Windweste in den Farben der Ardechoise (gelb/violett) dazu.
Man kann 6 verschiedene Touren fahren. Von Le Doux mit 85km und 1525hm bis hin zum furchteinflößenden Ardechoise Velo Marathon mit 278km und 5370hm. Die Entscheidung muss man erst während der Fahrt fällen. Stefan richtete eine WhatsApp-Gruppe mit dem Namen Ardechoise ein, dort tauschten wir wichtige Informationen aus und machten uns gegenseitig Angst vor der Radelei im Mittelgebirge.

Weiterlesen...

TOUR Transalp vom 23.06.-29.06.2013

Die Tour Transalp ist ein 7-tägiges Rennrad- Etappenrennen, welches in den Alpen stattfindet und ausschliesslich im Zweierteam bestritten werden kann. Dieses Jahr eroberten wir mit 1298 anderen Radfahrern aus aller Welt die westlichen Alpen, beginnend in Sonthofen im Allgäu. Weitere Etappenziele befanden sich in Österreich, der Schweiz und Italien. Nach erlebnisreichen 888 Kilometern, 20 überquerten Alpenpässen und knapp 19.000 überwundenen Höhenmetern sollte das Ziel das wunderschöne Städtchen Arco am Gardasee sein.

Während der Etappen, die zwischen 100 und 155 Kilometern lang waren, genossen wir die Anblicke grandioser Alpenpanoramen. Diese haben uns oft genug die kräftezehrende Fahrt vergessen lassen. Leider spielte das Wetter nicht immer ganz mit: Mehrere Tage fuhren wir im Regen, auf gefährlichen Abfahrten im Nebel, im Hagelschauer und sogar im Schnee. Auf 2700 Metern Höhe konnten wir auf dem Stilfser Joch noch Skifahrer beobachten während uns der eisige Wind mit Temperaturen um den Gefrierpunkt um die Nase wehte. Angekommen auf der Südseite der Alpen empfing uns Südtirol schliesslich mit angenehmeren Temperaturen. In Kaltern am See entschädigten uns das herrliche Wetter und der Blick aus den Weinbergen hinunter auf den See für die vorherigen harten Tage. Bevor es auf die Zielgerade ging, galt es noch den Passo del Mortirolo zu erklimmen. Auf 1800 Metern angekommen, sehen wir nun auf eine Legende und einen der härtesten Anstiege der Alpen zurück. Die gefürchtete Westrampe von Mazzo di Valtellina aus zählt aufgrund ihrer hohen Durchschnittssteigung von 12% über knapp 13 Kilometer hinweg zu einer schweren Bergprüfung, die auch die Radprofis beim Giro d´Italia regelmäßig bestehen müssen.

Mit Sicht auf den Gardasee rollten wir die finalen Kilometer über Serpentinenstraßen hinunter in Richtung Arco. Dort wurden wir nach 38 Stunden Gesamtfahrtzeit (inklusive Pausen) bei strahlendem Sonnenschein empfangen und nahmen glücklich unsere Medaille und das Finisher-Trikot entgegen.

11. Spreewaldmarathon - Kolumne

Wie immer werden solche Projekte weit im Voraus geplant. Nicht von mir, ich lasse mich von meiner Spontanietät überraschen.
Mein Kumpel René, alias Schnellspanner, beweist in seiner Jahresplanung ungemeine Weitsicht und hat bereits im Januar eine unmittelbar im Start/Zielbereich gelegene Pension „gechartert“. Hatten wir also hier den Luxus, fast in Badelatschen zum Start zu gehen. Das haben wir natürlich nicht gemacht, weil uns dieses Schuhwerk Nachteile bei der geplanten sportlichen Betätigung bringen würde. Aber jetzt im Nachhinein als ich diese Zeilen schreibe, war es ein großer Komfort „alles in der Nähe“ zu haben.

Der Winter war lang und so rückte der Spreewaldmarathon als Veranstaltung bei dem einen oder anderen (mich eingeschlossen :mrgreen: ) so ziemlich an den Anfang der Saison. Die Voraussetzungen der Protagonisten konnten unterschiedlicher nicht sein:

Für einige, durch die (fast) tägliche Fahrt zur Arbeit mit allen Wettern gestählt, war der Spreewaldmarathon ein kleines Kreuz unter den jährlichen Frühjahrshobbyklassikern.
Für die anderen ist er uneingeschränkter Höhepunkt in der Jahreszeit der aufsteigenden Sonne mit einer persönlichen Standortbestimmung im Universum des Hobbyradsports verbunden.

Weiterlesen...

Ötzi 2012 - Das Ding ist gelaufen!

Ich will mal mit einem Geständnis anfangen. Der Kühtai am 26.08.2012 war mein erster Alpenpass ever. Und weil’s so schön war wurde planmäßig gleich noch der Brenner (für nen Flachlandtiroler ist das ein Pass!), der Jaufenpass und zu guter letzt, quasi als Krönung das Timmelsjoch drangehangen. Und so ist mein erster (und hoffentlich nicht letzter) Ötztalmarathon Geschichte und ich bin erstmal happy. Für die weniger ausdauernden Leser die nackten Daten mal vorab: lt. Garmin 229 km, 5233 hm und reine Fahrzeit 10.17h, dazu noch 45 min an diversen Laben macht dann eine Gesamtzeit von 11.02 h, was deutlich flotter ist, als ich für möglich gehalten hatte. Der Puls mit 144 im Schnitt hielt sich dabei genauso in Grenzen, wie die erreichte Maximalgeschwindigkeit von 77 km/h.

Aber von vorn: Erstmals gehört habe ich von diesem Megaevent im Jahre 2009. Da war ich noch blutiger Anfänger auf dem Rad, hatte gerade mein Ausgangsgewicht von ca. 110 kg hinter mir gelassen und voller Ehrfurcht vor derartigen Heldentaten, die man so im Forum der Rennradliste Leipzig lesen konnte. 2010 das gleiche wieder und 2011 keimt dann beim Lesen der Berichte– auch angesichts der inzwischen einigermaßen erlangten Form – doch der Wunsch, sich das selbst mal anzutun. Daher dann im 2012 die Anmeldung für mich (und meine Frau. Sicher ist sicher.) Dann die Auslosung, Frau hatte einen Startplatz, ich nicht. Jetzt war nur die Frage tritt sie den ab, oder…? Egal in der Nachverlosung klärte sich die Frage, ich durfte aus eigener Kraft. Ab da versuchte ich neben den sowieso schon vielen km, die ich ja ganz gerne fahre, möglichst viele Höhenmeter mit einzubauen. Das hieß vor allem im Muldental die Hügel konsequent zu fahren, den Rochlitzer einmal mehr anzusteuern und sich Touren aus der Rennradliste oder dem Hallzig Express Forum mit vielen Höhenmetern möglichst oft anzuschließen. So sind dann August 2012 über 10.000 km und etwas über 60.000 hm zusammengekommen. Die Highlights dabei waren sicher die Touren im Erzgebirge zum und um den Fichtelberg (unvergessen die 300 km Tour mit dem 30er Schnitt), die Runde durchs Schiefergebirge, die Tharandter RTF und die letzte grosse Runde zum Jested über die sächsische Schweiz. Da waren schon mal längere Anstiege dabei, aber über 1200m hoch war ich nie. (Danke an Initiatoren und Begleiter auf diesen Runden.) Auf jeden Fall wurde schnell klar, dass längere Anstiege mit Ruhe anzugehen sind und es sich von selbst verbietet da so hochzusprinten wie die Hügel im Muldental, bei denen oben dann immer die Zunge bei Maximalpuls auf dem Oberrohr klebt.

Weiterlesen...

Schwalbe-Tour-Transalp 2012

Als mich im November 2011 mein Radkollege Lothar Wolf fragte, ob ich mit ihm zusammen die Transalp bestreiten möchte, wusste ich nicht, ob ich ja oder nein sagen sollte.

Da ich mein "Trainingspensum" im Jahr kenne und nicht zu den fleißigsten Rennradlern zähle, wusste ich, dass das eine harte - ja eigentlich ganz harte - Nuss für mich werden würde. Aber nach 3 Tagen und Nächten sagte ich schließlich zu und als uns auch noch das Glück bei der Vergabe der Tickets holt war, gab es nun kein Zurück mehr.

So stand im Dezember 2011 fest, dass wir als HALLZIG-Transalp-Express mit dem Steile-Wand-Team(Heiko Gärtner und Dirk Dießel) aus Meerane zusammen nach Mittenwald fahren würrden.
Es musste nur noch ein Fahrer für den gesponserten Teambus gefunden werden, welcher sich später mit dem Physiotherapeuten Franco Ruggieri als absoluter Glücksgriff erwies.

Ich versuchte nach meinen Möglichkeiten das normale Trainingspensum etwas zu erhöhen und den Winter über doch mal öfter auf das Ergometer und das MTB zu steigen, als die Jahre zuvor. Natürlich war das viel leichter gedacht, als getan…

Durch das gemeinsame Ziel trafen wir uns öfter mit dem Steile-Wand-Team in Meerane, um gemeinsam zu trainieren . Die Augustusburg und der Fichtelberg waren dann Ziele unserer gemeinsamen Ausfahrten, wo wir ordentlich Höhenmeter sammeln konnten.
Auch eine gemeinsame HALLZIG -Ausfahrt auf dem Brocken wurde nicht ausgelassen. Um dann aber noch mal richtig alpine Luft zu schnuppern, verlegten wir unseren jährlichen Familienurlaub von der Toskana an den Gardasee/Limone. Dort konnte man noch mal lernen, was es heißt, 15% Steigung bei Hitze zu fahren. Ich glaube, das hat mir unheimlich viel gebracht während der Vorbereitung.

Weiterlesen...