Erlebnisberichte

Vätternrundan 2011...

... oder: Der grauen Wolf in Schweden

Meine persönliche Vätternrundan-Geschichte begann im Frühsommer 2006.
Ich lümmelte auf dem Sofa herum und zappte mich teilnahmslos durch die Kanäle.
Beim MDR blieb ich hängen, die Landschaft kam mir bekannt vor, Schweden, ja genau, der Vättern. Aha, da sind welche, die fahren dort Fahrrad. Wie jetzt, die fahren rundherum? In einem Stück? Das ist aber weit! 300km? Insgesamt 17000 Leute? Unglaublich. Mein Interesse war geweckt, das musste ich ausprobieren. Aber allein wollte ich nicht, ich musste einen Begleiter finden, der verrückt war und dennoch zuverlässig. Mir fiel nur einer ein, mein alter Freund Mabo. Ich rief ihn sofort an und schilderte den Plan. Er googelte ein paar Tage herum und las alles Mögliche im Web, dann sagte er zu.

Wir meldeten uns an, trainierten zusammen und bereiteten uns darauf vor, mit unseren Trekkingrädern am Stück die 300km abzuspulen. Aus unserem Freundeskreis schlug uns die geballte Skepsis entgegen. Wir wurden darauf aufmerksam gemacht, dass es ganz und gar unmöglich sei, 300km am Stück zu radeln, insbesondere im Hinblick auf unsere Korpulenz und so weiter und so weiter …
Natürlich schafften wir die Strecke. Danach tranken wir ein Bierchen, gingen duschen und kehrten zurück an den Biertisch. Noch während des zweiten Bierchens riefen wir unsere Freunde Karin und Alwin, zwei begnadete Radler aus dem Frankenwald an. Diese hatten sich durch besondere Skepsis hervorgetan (das ist wohl den Streckenprofilen im Frankenwald geschuldet, mehr als 200km kann man sich dort einfach nicht vorstellen) und brannten nun darauf, ebenfalls die Vätternrundan zu fahren. Mein Freund Mabo schlug spontan das Jahr 2011 vor, alle waren einverstanden, so nahm die Geschichte ihren Lauf.

Zunächst stand der Erwerb eines Rennrades auf dem Plan. Kaum hatte ich dies erledigt, brach der Winter 2010/2011 über Deutschland herein und das Rennrad musste im Keller auf bessere Zeiten warten. Diese brachen im März 2011 an. Von nun an trainierte ich regelmäßig. Das anfänglich unsichere Gefühl auf dem neuen Gefährt wich bald einem gewissen Enthusiasmus. Nach ungefähr 500km konnte ich mir nichts anderes mehr vorstellen. Weiterhin trat ich auf Empfehlung meines alten Schulkameraden Matscher dem Hallzig-Express bei und machte bei der einen oder anderen RTF mit. So kamen bis Juni 2011 1900km Rennradkilometer zusammen, das dürfte als Training genügen.

Der Tag aller Tage rückt näher. Am frühen Morgen des 16. Juni beginnen Mabo und ich die Räder aufs Auto zu packen und den Wohnwagen zu bestücken. Gegen 8.00Uhr stoßen Karin und Alwin dazu, sie haben ein wichtiges Utensil (fränkisches Bier) im Gepäck. Wir packen auch deren Sachen ein, trinken noch einen Kaffee und fahren Richtung Rostock. Alles läuft wie ein Länderspiel, ganz entspannt erreichen wir die 15.00-Fähre nach Gedser. Von dort durchqueren wir Dänemark und kommen ca. 20.00Uhr in Helsingborg auf schwedischem Boden an. Ein Stück fahren wir noch, dann machen wir Quartier auf einem Campingplatz in Ljungby.

Nachts wird jeder von uns mehrmals wach. Regen trommelt auf das Wohnwagendach. Na Mahlzeit, wer soll denn bei solchem Wetter Rad fahren? Am Morgen ist der ganze Himmel grau und wolkenverhangen. Nicht gerade einladend, aber der Termin steht fest, heute Abend um 21.14Uhr sind wir dran, ob es nun regnet oder nicht.
Nach einem ordentlichen Frühstück geht die Reise weiter, 230km trennen uns noch von Motala. Kaum sitzen wir im Auto, fängt es wieder an zu regnen. Die Stimmung ist von dem Regen doch etwas gedrückt, da bringt Mabo den Spruch der Woche: „Ruhe und Besonnenheit sind in Schweden erste Bürgerpflicht. Wir müssen nur besonnen auf besseres Wetter warten, dann wird alles gut.“ Das ist natürlich totaler Blödsinn, doch Mabo soll am Ende rechtbehalten.

In Motala angekommen, richten wir uns auf dem Fußballplatz in Staffanstorp ein und fahren mit einer der kostenlosen Buslinien in die Innenstadt. Dort gibt’s die Startunterlagen und ein gewaltiges Shoppingzelt mit Radklamotten, Sportnahrung und Souvenirs. Danach lassen wir uns in einem der Straßenlokale eine Portion Pasta schmecken. Das Wetter ist inzwischen ganz manierlich. Unsere Hoffnung steigt. Am Nachmittag noch ein Nickerchen (Power-Napping), dann gibt’s ein Käffchen und ein wenig Gebäck.
Um 18.00Uhr zeigt der schwedische Himmel nochmal, was er kann. Es gibt einen Regenguss, mit dem man deutsche Abwassersysteme auf ihre Leistungsfähigkeit überprüfen könnte. Wir ziehen uns unter das Regendach vor dem Wohnwagen zurück, erinnern uns an die erste schwedische Bürgerpflicht und bereiten noch eine kleine Brotzeit vor. Um 19.00Uhr sieht der Himmel wieder aus wie neu, eben himmelblau. Geht doch! Die Brotzeit kann im Freien stattfinden.

Gegen 20.00 Uhr setzen wir uns auf die Räder und rollen Richtung Stadtzentrum. Überall finden Partys statt. Auf jedem Stück Wiese stehen Zelte, Wohnwagen und Wohnmobile. Im Stadtzentrum ist alles auf den Beinen. Anscheinend macht jeder hier irgendwie mit bei der Vätternrundan 2011 mitzumachen, ob als Teilnehmer, Helfer, Partygast oder Gastgeber. Im Startbereich sieht man die verschiedensten Dinge. High-End-Carbonräder, Fixies, Mountainbikes vom Baumarkt und Hausfrauenräder mit Nabenschaltung und rehbraunen Ketten. Kaum zu glauben, dass alle dieselbe Radtour fahren wollen.

Pünktlich um 21.14 starten wir aus der mittleren der 3 Startboxen. Zwei Jungs vom ortsansässigen Motorradklub führen uns auf ihren fetten Harleys bis zum Ortsausgang. Dann zerstreut sich unsere Gruppe. Die Carbonsauser ziehen davon, die rehbraunen Ketten bleiben zurück. Die Sonne ist zwar noch draußen, hat aber keine Kraft mehr. Der Wind hat dafür jede Menge Kraft und kommt schräg von vorn (aus zwo Uhr wie der Panzerschütze sagt). Es ist kalt, aber glücklicherweise trocken. Überall sitzen Leute am Straßenrand und feuern die Fahrer an. Ein beinhartes Volk, diese Schweden, wir frieren beim Radfahren, und die sitzen hier und trinken kaltes Bier. Ein gut bezechter Schwede am Straßenrand bietet uns „Whisky to go“ an. Wir schlagen seine Offerte aus, der Weg ist noch weit.
Am ersten Depot in Hästholmen ist es fast dunkel. Wir trinken einen Kaffee und essen so ein Milchbrötchen. Der Geschmack der Milchbrötchen ist gewöhnungsbedürftig. 2007 gab es allerdings eine Sorte, die richtig eklig war. Um nicht auszukühlen, setzen wir uns wieder in Bewegung und strampeln gegen den Wind an. Irgendwann kommt eine Gruppe vorbei, an die wir uns dranhängen. So mogeln wir uns bis zum Depot Gränna durch. Dort stärken wir uns erneut. Danach wird die Strecke sehr hügelig. Der Gegenwind ist immer noch da. Die Temperaturanzeige am Tacho zeigt 10°, es fühlt sich aber eher an wie 3°. Ich gratuliere mir zu der Entscheidung, die Wintersachen anzuziehen. Der Gegenwind, die Hügel, die Kälte, all das saugt einem die Kraft aus dem Körper und es ist noch nicht mal ein Drittel der Strecke geschafft. Irgendwo bei Kilometer 100 bittet Karin um ein langsameres Marschtempo. Sie hat mehr gepowert, als gut für sie ist. Wir fahren an einer Bushaltestelle vorbei, in der ein Radler schläft. Sein teures Rad steht angelehnt am Bushäuschen, keiner wird es stehlen, das ist sicher bei der Vätternrundan. Träume süß und erkälte Dich nicht in Deinem dünnen Trikot. Die letzte Steigung vor dem Frühstück ist die Wand von Kaxholmen, ich hatte sie in schlimmer Erinnerung, aber heute ging es irgendwie ganz leicht. Oben begegnet uns ein Veteran mit einer goldenen Startnummer. Der Mann ist Deutscher und fährt seine 27. Vätternrundan. Wir sehen uns sein steinaltes Crescent-Rennrad mit Reibungsschaltung an und fragen ihn, ob er alle 27 Runden mit dem historischen Rad gedreht hätte. Nein sagt er, das hätte er erst nach seiner 2. Vätternrundan für 2000 Kronen (220€) gekauft, das wäre damals eine Stange Geld gewesen. Ich glaube, das Fahrrad war sein Geld wert. Der Mann wird reichlich 24 Stunden brauchen, um ins Ziel zu kommen, Chapeau Monsieur!

Nach unserer Begegnung mit einem Stück Geschichte dieser Radsportveranstaltung rollen wir bergab durch Husqvarna und Jönköping zum Frühstück. Es gibt glühenden Kartoffelbrei und Köttbullar (schwedische Fleischbällchen). Das Wichtigste ist, wir sind drinnen und es ist warm. Um den Geschmack der Speise aufzupeppen, haben wir unsere Wunderwaffe dabei, eine Tube Bautzener Senf. Wir besinnen uns auf die schwedische Ruhe und Besonnenheit und lassen die Pause etwas üppiger ausfallen. Endlich wird uns warm. Leider kommt nun das Sandmännchen mit aller Macht über uns, so gehen wir wieder nach draußen. Dort fällt mir ein vorbeifahrendes schneeweißes Bullitt auf, ich muss an Long Harry denken, dem wäre das Herz aufgegangen.

Endlich nach ca. 110km haben wir Rückenwind. Doch zuerst gibt es mal ein paar schöne Anstiege. Dann kommt irgendwann die Sonne raus, nicht das es gewärmt hätte, aber fürs Gemüt ist es super. Das Depot Fagerhult ist wenig einladend, wir trinken trotzdem jeder ein paar Kaffee um dem Sandmännchen beizukommen. Auf der Wiese sitzt einer, er hat sein Skelett irgendwie eingerastet und schläft in der Morgensonne. Weiter geht die Reise zum Depot Hjo. Dies ist ein malerischer Ort mir einem kleinem Hafen und einem Kurpark. Normalerweise ist hier himmlische Ruhe. Zur Vätternrundan steht der Ort in Flammen. Im Kurpark stehen Dixis und überall liegen Fahrräder herum. Es gibt Lasagne (lecker) und Salate, Knäckebrot und vieles mehr. Wir lassen uns am Hafen nieder und gönnen uns ein wenig Ruhe. Außerdem ist es jetzt so warm, dass ich mich von Winterhose und Jacke trennen kann. Nach ungefähr 1,5 Stunden Pause fahren wir weiter.

Weiter geht’s Richtung Norden. Die Sonne wärmt und wir freuen uns über unser Glück mit dem Wetter. Der Streckenabschnitt ist ein wenig hügelig, aber nicht besonders anspruchsvoll. Die ersten Zuschauer sitzen wieder am Straßenrand und feuern uns an. Das nächste Depot befindet sich an der Festung Karlsborg. Dort finden wir einen Weg, die Milchbrötchen zu essen, man muss sie in die ebenfalls angebotene heiße Blaubeersuppe ditschen, so sind sie Dinger lecker und jeder isst ein paar davon. Wir wollen gerade aufbrechen, da springt mich jemand von hinten an. Bluely und Bindi-Lindi haben uns eingeholt. Es kommt zu Verbrüderungsszenen und ich bin so überrascht, dass ich vergesse ein Foto zu machen (Bindi-Lindi hat welche gemacht). Sensationell, in so einer Hammelherde Clubkameraden zu treffen. Wir halten noch einen kleinen Schwatz ab, dann geht’s weiter. Am Ortsausgang Karlsborg kommen wir am Schild mit der Aufschrift 90km vorbei, ein innerer Parteitag, ab jetzt sind die Kilometerangaben zweistellig. 90km, sowas fahren wir doch sonst immer zum Spaß. Aber wir haben auch schon 210km in den Knochen, die Hälfte davon gegen den Wind, bei aller Besonnenheit und den doch sehr großzügigen Pausen ist der Körper trotzdem ganz schön ausgelaugt. Die Schulterpartie ist verspannt, das Gesäß will nicht mehr so richtig und die Oberschenkel sind knüppelhart. Wer aber zwei Drittel geschafft hat, der gibt nicht mehr auf. Das sagt die Vätternrundan-Statistik und wir reichen diese wichtige Information an unseren inneren Schweinehund und das Sandmännchen weiter.
Auch die knallharten Profis haben nach einer solchen Distanz anscheinend ihre Mühe. Akkurate Formationen in Teamtrikots überholen uns, nach ein paar Kilometern sehen wir sie am Weg sitzen und pausieren, nach 20 Minuten ziehen sie wieder an uns vorbei.
Im Depot Boviken halten wir uns nur kurz auf, Bluely und Bindi-Lindi holen uns erneut ein. Dann geht’s weiter zur Nordspitze des Vättern nach Hammarsundet. Auf dem Weg dahin kommen wir an einem Haus vorbei, deren Besitzer Schokobällchen für die Vätternrundan-Teilnehmer gemacht haben. Wir einfach fahren daran vorbei, 100m später schäme ich mich dafür. Falls ich mal wieder Vätternrundan fahre, werde ich dort anhalten und mindestens drei Schokobällchen essen.
Vor dem Depot Hammarsundet liegt die (relativ) neue Straßenbrücke. Von dort hat man einen tollen Ausblick auf den nördlichen Vättern. Man möchte mit dem Boot weiterreisen. Dann erreichen wir das Depot, im wirklichen Leben ein Auto-Rastplatz. Wir essen noch eine Kleinigkeit, irgendwie hängt einem der ganze süße Kram zum Halse heraus. Karin lässt sich die Schultern massieren, das kostet nichts und dauert 20 Minuten (Respekt). Bluely und Bindi-Lindi holen uns schon wieder ein, fahren aber schnell weiter. Wir machen eine größere Pause und begeben uns dann auf den letzten Streckenabschnitt.

Zunächst erwarten uns ein paar schöne Hügel. Wie zum Hohn stehen Sraßenschilder am Wegesrand mit falschen Entfernungsangaben nach Motala. Wir müssen doch noch ein paar Nebenstraßen durch den Wald langfahren, um die 300km vollzumachen. Diese Nebenstraßen sind nur ein paar Meter breit und deshalb gut gefüllt mit Radfahrern aller Coleur. Rennräder neuester Bauart, alte Stahlrenner, und die Fraktion mit dem Einkaufskörbchen teilen sich die Piste. Niemand drängelt, niemand meckert, alle wollen nur noch ins Ziel. Das Depot Medevi beachten wir kaum. Unser Bedarf an Milchbrötchen ist für dieses Jahr gedeckt. In Motala liegen unsere Bratwürste im Kühlschrank und dazu fränkisches Bier. Ungefähr bei Kilometer 285 beginnt es zu regnen, es ist kein schlimmer Regen, es sprüht nur so ein wenig, wir wissen, was der schwedische Himmel kann und machen uns nichts draus. Jetzt überholen uns in kurzem Abstand nacheinander 2 Formationen mit wirklichen Radfahrern. Trotz der Enge und der nassen Straße gibt es von hinten zwei drei kurze Schreie, dann zischen die Jungs in einheitlichen Trikots mit 40 oder mehr an uns vorbei. Die 2. Formation trägt grüne Trikots mit der Aufschrift Sub7, ich unterstelle mal, die fahren die 300km unter 7 Stunden. Das ist nichts, über was ich mir Gedanken machen möchte.

Endlich biegen wir wieder auf die Fernverkehrsstraße ein, Motala kommt in Sicht. Der Gegenwind vom vergangenen Abend ist lang vergessen. Wir sehen einen der Sub7-Jungs wieder. An einer Einengung ist er gestürzt, flucht und hält sich das Schlüsselbein. Sein Carbonrad liegt zerstückelt im Graben. Die Zuschauer helfen Ihm auf, er hat unser Mitgefühl für sein Missgeschick, nur 2km vor dem Ziel.
Im Zieleinlauf stehen die Zuschauer dicht gedrängt und feuern die einlaufenden Radfahrer an. Zeitnahme, Transponder abgeben, Zielfoto alles das geht ganz schnell. Wir gehen noch ein Stück weiter und treffen zu unserer Überraschung die Bluelys und Bindi-Lindi wieder. Auch sie haben einen sauberen Zieleinlauf hingelegt und waren ca. 3 Stunden schneller als wir.
Zunächst holen wir die Diplome ab, der Mann hinter dem Tresen schaut mich mitleidig an und sagt „nineteen and a half hours“. „Yes“, antworte ich ihm und das soll heißen „Bist Du jemals mitgefahren, Du Schreibtischtäter?“. Bluely und ich müssen nochmal zur Zederlundschule, dort liegen unsere abgegebenen Sachen, fein nach Startnummern sortiert. Oh meine Winterhose, ohne Dich wäre ich erfroren. Dann verabschieden wir uns, die Bluely-Truppe will am nächsten Tag beizeiten aufbrechen, wir machen noch einen auf Tourismus.

Der Abend wird noch sehr gesellig, wir erlaben uns an Bratwürsten und Bier und schaffen es, bis 22.00Uhr aufzubleiben, naja ein paarmal sind mir die Augen zugefallen. Dann schlafen wir wie tot. Am nächsten Tag regnet es wieder und wir ziehen weiter. Da man auf der Vätternrundan den See doch recht selten sieht, suchen wir uns einen Campingplatz mit Seeblick.

Am folgenden Tag setzen wir uns tatsächlich wieder auf die Räder und besichtigen Gränna (sehr schön) und die im Vättern befindliche Insel Visingsö (noch schöner, sieht aus wie eine riesige schwedische Kitschpostkarte). Dabei kommen 50km zusammen, alles ist gut, nur Gesäß und Schultern melden sich ein klein wenig zu Wort.
Dann steht auch für uns die Heimreise an, wir ergattern für die letzte Nacht einen herrlichen Stellplatz auf dem dänischen Rastplatz Farø, erreichen am folgenden Tag ganz entspannt die 9.00Uhr-Fähre in Gedser und fahren unter Beachtung der schwedischen Bürgerpflichten nach Hause.

Zu loben ist das Organisationsteam der Vätternrundan. Alles läuft wie am Schürchen, ohne dass auch nur die geringste Hektik entsteht. Alle haben Spaß an der Sache, jeder ist hilfsbereit. Nur manchmal wünscht man sich eine schöne fettige Rostbratwurst oder eine Fettbemme, naja man kann in Schweden keine typisch deutschen Nahrungsmittel erwarten. Die Schweden scheinen halt süße Milchbrötchen zu mögen.

Wir hatten für die Vätternrundan 2011 gemeinsame Ziele, diese waren:
- zu viert starten
- zu viert ankommen
- danach noch vier Freunde sein
diese Ziele wurden erreicht, eine Rekordzeit wollten wir nicht erreichen.

Für uns war es ein tolles Erlebnis, eine Nachahmung können wir ausdrücklich empfehlen.
Ich habe beim Hallzig Express noch keinen mitfahren sehen, dem ich die Vätternrundan nicht zutrauen würde … nur Mut Leute, die Anmeldung für 2012 startet im September.