Erlebnisberichte

2-Länder-CTF am 06.10.2013

Zum vierten Male nun schon öffneten sich die Schranken am Haselbacher See und ebneten den Weg für einen reibungslosen grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Thüringen und Sachsen. In diesem Jahr mit einer kleinen Besonderheit. 3 Mal starteten wir unsere Countrytourenfahrt vom Ramsdorfer Parkplatz in Sachsen. Eifrige Bautätigkeit auf unserer bisherigen Startstätte machten die Suche nach einem neuen Startplatz notwendig. Wir erfuhren 2! Wochen vor dem eigentlichen Starttermin von den neuen Bedingungen. Nun war schnelles Handeln angesagt. Der zweite größere Parkplatz auf der Wintersdorfer Seite kam uns in den Sinn. Der war auf Thüringer Seite. Nun ging alles sehr schnell und vor allem sehr unbürokratisch. Die Stadt Meuselwitz, vielen Dank an dieser Stelle für die Unterstützung, stellte den Kontakt zum Pächter des Parkplatzes her. Ein Anruf beim Betreiber der „Kreuzotter“, ein „Ja, das könnt ihr machen!“ als Antwort stellten die Vorbereitung der 4. Zwei-Länder-CTF nur vor eine kurze Hürde. Auch hier ein herzliches Dankeschön für die Flexibilität in der Entscheidung.

Über die letzten Male haben sich schon gewisse Strukturen bei den Aufgaben für die Helfer gebildet. Ein paar Anrufe und schon war die Veranstaltung personell gesichert. Auch hier ein großes Dankeschön an die Jugendfeuerwehr Regis-Breitingen, welche mit ihren Streckenposten an den neuralgischen Punkten hilfreich zur Seite stand und den Teilnehmer den Weg wies. 
Die Streckenführung hatte sich in den letzten Jahren bewährt und so vertrauten wir wieder auf den gut ausgebauten Rundweg um den Haselbacher See. Die Streckenführung bot aber durchaus einige fahrerische Herausforderungen. Zu „bezwingen“ galt die ehemalige Einfahrt in den auch ehemaligen Tagebau Haselbach. Eine ca. 20 m lange 30%ige Abfahrt wurde kurze Zeit später zu einer ebensolchen Steigung. Hier war fahrerisches Können angesagt. Einige Kilometer weiter, die Thüringer Landesgrenze war längst überschritten, führte die Strecke die Teilnehmer in den angrenzenten Kammerforst im Altenburger Land. Nach einem rund 600m langen Singletrail in den Fahrspuren der Forstfahrzeuge folgte das Fahrerfeld den langen Geraden durch den Kammerforst. Einfach – könnte man meinen, doch der latente, aber stetige Anstieg, sorgte nach den vorangegangen Geschicklichkeitsphasen für gehörigen Krafteinsatz. ¾ der Strecke waren nun bewältigt, kamen die Fahrer nun an den Kontrollpunkt. Arno und Kerstin saßen, wie immer, vielen Dank an dieser Stelle für die Unterstützung, an ihrem Kontrolltisch und reichten den Teilnehmern ihre Rundenchips, denn auch in diesem Jahr war jeder gefahrene Runde wieder bares Geld wert. Nach einem erneuten Anstieg ging es jetzt „runter zum See“. Flott genommene Passagen sorgten für ein schnelles Erreichen des Start-Zielbereiches. 17 km nannten die Akteure nun ihr Eigen. Ganz nach eigenem Gusto konnte man entscheiden, ob man weiterfahren will, oder eine Pause einlegen möchte. Die Verpflegung war reichhaltig und der mitgebrachte Tee erfreute sich zum ersten Mal großer Beliebtheit. Eine weitere Neuerung gab es in diesem Jahr nämlich noch: das war das Wetter. Drei mal hatten wir Anfang Oktober gleißenden Sonnenschein mit 20°C. Davon waren wir diesmal weit entfernt. Der Wettergott hatte sich um einen Tag vertan. Bedeckter Himmel, Nebel und leichter Nieselregen hießen diesmal die Eckdaten der meteorologischen Bedingungen. Eine zusätzliche Hürde für viele früh aufzustehen und sich auf´s Fahrrad zu setzten. 43 Teilnehmern war das alles egal. Ein paar kamen sogar von Leipzig mit dem Rad um ein oder sogar zwei Runden zu drehen. Großer Respekt.

Jeder Teilnehmer konnte entscheiden wie viele Runden er fährt. Nach erfolgter Auseinandersetzung mit sich und der Runde konnte man im Start-/Zielbereich bei Kaffee, Kuchen, Roster und Fettbemme das Ganze noch etwas ausklingen lassen.

Der Vorstandvorsitzende der WG Lucka, Herr Födisch und der Bürgermeister der Stadt Regis-Breitingen waren pünktlich zum Start da. Da die Zahl der Teilnehmer ob der äußeren Bedingung kleiner ausfiel als gedacht, bot uns Herr Födisch spontan an, die Spendensumme von 2,50 € auf 5 € zu verdoppeln, damit die finanzielle Hilfe auch groß genug wird. Nutznießer unserer eingefahren Gelder werden in diesem Jahr das Jugendblasorchester Lucka und eine Dame aus Gößnitz sein, welche durch die Flut im Juni besonders hart getroffen wurde.
109 Runden kamen so zusammen, was einem Spendenaufkommen von 545 € entspricht. Die Kati List legte noch einen drauf und erhöhte mit 105 € Zugabe auf eine Gesamtsumme von 650 €.

Wie das bei sportlichen Veranstaltungen so ist, Ehrungen müssen sein. 3 Pokale galt es in diesem Jahr wieder mit nach Hause zu nehmen. Geehrt wurden diesmal wieder der jüngste, der lebenserfahrenste Starter und auch das Team mit den meisten Teilnehmern.
Als jüngster Starter erhielt den Pokal Zeno Winter, der mit seinem Vati Mike Winter aus Panitzsch angereist war mit 6 Jahren. Zeno radelte 2 Runden, war also 34! km unterwegs. Der Pokal für den lebenserfahrensten Starter ging an Peter Mende, den ehemaligen Inhaber des Fahrraddienstes Mende, der sich mit seinen 70 Lenzen den Herausforderungen stellte.
Zu den „I like bike“ aus Altenburg ging der Pokal mit den meisten Startern. 5 Teilnehmer schickten sie auf den Parcours.


Der Hallzig-Express e.V. dankt allen Teilnehmern, Sponsoren und Helfern. Ein besonderer Dank geht an die Jugendfeuerwehr in Regis-Breitingen. Die Jungs trugen wieder maßgeblich zur Streckensicherung bei, welche bei den Teilnehmern sehr gut ankam und sorgten somit für einen reibungslosen Verlauf, an Kati List mit Familie vom Fahrraddienst Mende, welche sich rührend um die Anmeldung und mit der Familie Kalter um die Versorgung der Teilnehmer im Start-/Zielbereich kümmerte, den Betreibern der „Kreuzotter“ am Haselbacher See für die Zuverfügungstellung des Parkplatzes, der WG Lucka, der Fahrschule AMB in Borna, sowie der MIBRAG für die finanzielle, sowie dem Fahrradgeschäft Grupetto aus Leipzig für die materielle Unterstützung Für alle Interessierten: Für den Oktober 2014 planen wir die 5. Auflage.

Ein paar Fotos von dieser CTF gibt es hier.