Erlebnisberichte

26,2 Meilen voller Euphorie

altAm 7. November war es endlich soweit, unser Traum wurde endlich wahr.

Wir waren in New York und warteten darauf, zur Startlinie gehen zu können. Aber vorher wurde unsere Geduld nochmal auf die Probe gestellt. Wir mussten bei Eiseskälte erst einmal 3 Stunden warten, aber Petrus meinte es gut mit uns und schickte die Sonne über Staten Island und ganz New York.

10:40 Uhr wurden wir mit dem Startschuß und dem Lied "New York, New York" auf die Strecke geschickt.
Als erstes ging es über die Verrazano Narrows Brigde mit einer fantastischen Aussicht (wir hatten das Glück oben laufen zu können). Darüber hinweg in Brooklyn angekommen, waren bereits die ersten zwei Meilen geschafft, ohne das Gefühl zu spüren, bereits 3 Kilometer in den Beinen zu haben, das sollte sich aber zum Ende der Strecke hin etwas ändern. In Brooklyn wurden wir mit Live Rockmusik und jubelnden Zuschauern begrüßt. So dass wir auf den nächsten Meilen von der Begeisterung getragen wurden.

Die Beigeisterung der Zuschauer hat uns die gesamte Strecke begleitet, so etwas haben wir noch nie erlebt.
Als nächstes kamen wir durch Queens und der Lauf lief noch sehr locker. Aber um nach Manhattan zu gelangen mussten wir über die Queensboro Brigde, hier spürten wir zum ersten Mal unsere Beine, hatten aber da auch schon 25 Kilometer in diesen, was sich dann geringfügig auf das Tempo auswirkte.
Jetzt ging auf der First Ave. zwischen Wolkenkratzern unendlich weit auf und ab und über noch eine Brücke bis in die Bronx, 20 Meilen sind geschafft. Um auf die Fifth Ave. zu gelangen, ist noch eine Brücke zu überwinden, die wir jetzt mit jedem Meter in unseren Beinen spürten. Aber es ging ja nicht nur bergauf zur Brücke, sondern auch wieder bergab und so konnten wir uns den Schwung für die nächsten Meilen holen.

Die Fifth Ave. hinter uns gelassen kamen wir in den Central Park, wo die Massen an jubelnden Zuschauern noch einmal zunahmen und wir stellenweise nur eine enge Gasse zum laufen hatten. Aber die vielen begeisterten Menschen haben die Schmerzen in den Beinen vergessen lassen und uns über den Columbus Circle zum Ziel getragen.
Dort angekommen innerer und äusserer Jubel, nicht nur das Ziel sondern auch die heimliche erträumte Zeit erreicht.

Es war der bewegendste Lauf unseres Lebens.